Casper
- darf gerne in Nordwalde besucht werden-

Casperle und sein kleines Theater
Vorhang auf für meine Geschichte.
Hallo liebe Leute, ich bin Casper ein ungarischer Dackelmix Rüde und durfte vor 1,5 Jahren nach Deutschland ausreisen und schon bald in mein eigenes Zuhause ziehen.
Aber irgendwie bin ich mit meinem neuen Leben nicht besonders gut zurechtgekommen.
Die vielen neuen Eindrücke haben mich verunsichert und irritiert, und ich habe mich eher zurückhaltend und gefrustet gezeigt.
In meinem neuen Zuhause hat man sich viel Mühe gegeben, um mir die notwendige Sicherheit zu geben. Ich konnte das aber nicht annehmen. Da meine Menschen mich aber nicht aufgeben wollten, entschieden sie sich zu dem Schritt, mich in professionelle Hände zu geben, und ich habe drei Monate lang bei einem Hundetrainer gelebt und gelernt.
Mir hat diese Zeit sehr gutgetan und ich habe eine Menge gelernt. Wieder zurück in meinem Zuhause konnte ich mich schon mehr benehmen, habe aber die Regeln nicht richtig für mich annehmen können, schon gar nicht von meinem Herrchen. Mein Frauchen ist mit mir klargekommen, solange sie das gemacht hat, was ich wollte. Da sich die Situation mit mir zwar verbessert hat, aber ich immer noch meine Allüren habe, haben meine Hundeeltern keine Kraft mehr und haben mich abgegeben.
Jetzt bin ich auf einer Pflegestelle und lebe dort mit weiteren Hunden zusammen. Mit meinen Hundekumpels habe ich keine Probleme, habe sogar Hunde gefunden, die gerne mit mir spielen. Ich bin gerne draußen und liebe den Garten. Auf jeden Fall brauche ich ein Zuhause, wo es einen Garten gibt. Schön wäre auch ein vorhandener Hund, mit dem ich spielen kann und der mir auch mal Parole bieten kann. Eigentlich bin ich ein ganz netter, nur manchmal sagt mein neues Frauchen, ich bin halt, wie ich bin und das muss man dann halt akzeptieren. Ich bin kein typischer Kuschelhund, mag es, wenn man mich streichelt, möchte aber auch meine Ruhe. Und wenn ich das so meine, dann ist das auch so. Ich hatte die ersten zwei Tage in meiner neuen Familie zwei, drei Auseinandersetzungen, in denen ich versucht habe, meinen Willen durchzusetzen. Das hat aber nicht mehr geklappt und ich war ganz verdattert. Mittlerweile muss ich das machen, was mein neues Frauchen mir sagt, und ich kann es schon ganz gut annehmen. Na ja, manchmal schaue ich dann noch ein bisschen wütend aus meinen Kulleraugen und knurre und murre, aber auch hiermit komme ich nicht mehr durch. Dann muss ich jetzt auch immer mit spazieren gehen, was ich vorher gar nicht mehr gemacht habe, da ich mich nicht anleinen lassen wollte. Und was soll ich berichten? Ich liebe meine Spaziergänge mittlerweile sehr, freue mich, wenn es losgeht. Im Auto benehme ich mich auch sehr gut, sitze dann gespannt in meinem Sitz und warte, bis die Tür losgeht. Dann geht es ab. Ich flitze an der Leine, schnüffele gerne und benehme mich sehr gut bei Hunden und Menschenbegegnungen. Ich habe keine Angst vor Umwelteinflüssen, laufe souverän voraus. Ganz selten werde ich noch mal bockig und möchte nicht weiter, dann werde ich höflich gebeten mitzukommen, und auch hier habe ich keine Chance mehr, meinen Willen durchzusetzen. Selbst im Wohnmobil bin ich schon mit gefahren, und das fand ich richtig toll. Meine Pflegeeltern fackeln nicht lange mit mir und das habe ich akzeptiert. Wenn Frauchen oder Herrchen mal weg waren und nach Hause kommen, freue ich mich wahnsinnig und quieke und drehe mich vor Freude. Dann werde ich erst mal durchgeknuddelt, was ich toll finde. Futter finde ich auch toll, dafür mache ich fast alles. Ich bin ein Mitläufer und brauche nicht im Mitttelpunkt zu stehen. Mit wenig Aufmerksamkeit komme ich am besten zurecht.
So ihr Lieben, jetzt habe ich schon eine ganze Menge von mir erzählt, den Rest erzählt euch meine Pflegemama dann am Telefon.
Ich brauche auf jeden Fall ein Zuhause bei hundeerfahrenen Menschen, die keine Angst vor mir haben und sich auch durchsetzen können. Und mir weiter zeigen, wo es lang geht , manchmal ohne wenn und aber. Kinder sollten in meinem neuen Zuhause nicht leben, damit es nicht zu Mißverständnissen kommt. Wer traut sich zu mich zu adoptieren ? Denn ich bin wirklich kein Unhund, habe wie ihr Menschen auch meine Ecken und Kanten und bin weiter bereit daran zu arbeiten. Und wenn Du nicht so weit weg wohnst, ist ein Hundetrainer auch gerne bereit mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.




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